25.03.2026

Einladung zum Mitwirken: Konsultation zur Chain-of-Custody-Interpretation

Wie müssen Unternehmen ihre verarbeiteten Mengen an FSC-zertifizierten Materialien dokumentieren und zusammenfassen? FSC International bittet um Rückmeldungen zu einem neuen Interpretationsentwurf für den FSC-Chain-of-Custody-Standard. Interessierte können sich bis zum 6. April 2026 einbringen.

Worum geht es?
Im FSC Chain-of-Custody-Standard (FSC-STD-40-004 V3-1) regelt Klausel 4.4 die Jahresmengenzusammenstellungen. Dabei geht es um die Frage, wie Unternehmen ihre verarbeiteten Mengen an FSC-zertifizierten Materialien dokumentieren und zusammenfassen müssen – und zwar sowohl für den Input (z. B. eingekaufte Rohstoffe) als auch für den Output (z. B. fertige Produkte).

Was ist das Problem in der Praxis?
In der Praxis verwenden viele Unternehmen für Input und Output unterschiedliche Maßeinheiten, zum Beispiel Kubikmeter für den Einkauf von Holz und Quadratmeter oder Kilogramm für das fertige Produkt. Der Standard legt bislang nicht eindeutig fest, ob dies zulässig ist. Dies führt zu Unsicherheit bei Zertifikatsinhabern. 

Was schlägt FSC vor?
Das Chain-of-Custody-Team hat einen Interpretationsentwurf (INT-STD-40-004_78) erarbeitet, der klarstellen soll, dass es zulässig ist, für Input und Output unterschiedliche, im Unternehmen übliche Maßeinheiten zu verwenden. Ziel ist es, eine einheitliche Anwendung durch alle Zertifizierungsstellen sicherzustellen.

Wer ist eingeladen mitzumachen?
Die Konsultation richtet sich an alle, die den FSC Chain-of-Custody-Standard anwenden oder davon betroffen sind. Dazu zählen Zertifikatsinhaber, Zertifizierungsstellen und Unternehmen, die eine FSC-Zertifizierung anstreben.

Wie teilnehmen?
Die Konsultation ist bis zum 6. April 2026 geöffnet. Den Interpretationsentwurf sowie die Möglichkeit zur Stellungnahme finden Sie direkt auf der FSC-Konsultationsplattform:  >> Zur Konsultation

Quelle: FSC Deutschland 

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zur FSC Chain-of-Custody: Sarah Stier