04.02.2026

Wie feelgood Condoms® mit 100 % FSC®-Latex Verantwortung übernimmt: für Menschen, Liebe und Natur

© feelgood Condoms®

In der Interviewreihe „Drei Fragen an …“ sprechen wir mit Menschen und Unternehmen, die sich für verantwortungsvolle Waldwirtschaft nach den Prinzipien des Forest Stewardship Council® (FSC®) engagieren.

Diesmal im Gespräch: Martina Hammer, Gründerin der Marke feelgood Condoms®, der ersten zertifiziert veganen und nachhaltigen Schweizer Kondommarke.

Das Besondere: Ihre Produkte bestehen aus 100 % FSC®-Latex aus nachhaltigem Anbau – für ein gutes Gefühl beim Liebesspiel und für unseren Planeten.

War die nachhaltige Materialwahl von Anfang an Teil Ihres Konzepts, oder kam das erst im Laufe der Zeit?

« Von Anfang an war für mich klar: Bei feelgood Condoms® geht es nicht nur um zertifiziert vegane Sicherheit, also caseinfreie und tierversuchsfreie Kondome. Genauso entscheidend ist, dass die gesamte Lieferkette so nachhaltig wie möglich gestaltet ist. Ich habe viele Kondom-Plantagen besucht und dabei sowohl positive als auch weniger gute Erfahrungen gemacht. Umso wichtiger war mir, dass bei der Gewinnung des Latex ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden und klare Mindestanforderungen definiert sind. Daher stand schnell fest: Unsere feelgood Condoms® müssen aus 100 % FSC®-zertifiziertem Naturkautschuklatex hergestellt werden. Die Produktion mit Ökostrom in Deutschland, kurze Transportwege, eine umweltfreundliche FSC®-Schachtel aus recyceltem Papier sowie eine innovative Kondomfolie, bei der der Plastikanteil zur Hälfte durch Papier ersetzt wurde, runden den nachhaltigen Gesamtkonzept-Gedanken perfekt ab. »

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Kund:innen oder Partnern zur FSC-Zertifizierung?

« Unsere Kund:innen schätzen es sehr, dass wir bei feelgood Condoms konsequent eine ehrlich nachhaltige Linie verfolgen und kein Greenwashing betreiben. Gerade deshalb war mir besonders wichtig, dass wir uns zertifizieren lassen, um unsere Werte transparent zu belegen und das Vertrauen unserer Kund:innen zu stärken. Ich bin stolz, dass unsere Kondommarke zu den ersten gehört, die dieses international anerkannte Zeichen nutzen dürfen. »

Was wünschen Sie sich, wenn es um das Bewusstsein für nachhaltige Produkte im Alltag geht, insbesondere im Bereich Verhütung?

« Ich wünsche mir, dass das Bewusstsein für nachhaltige Produkte nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern viel stärker auch bei Non-Food-Produkten und in der Textilindustrie an Bedeutung gewinnt. Der aktuelle Trend rund um ganzjährige Rabattschlachten und das Motto „Quantität vor Qualität“, gerade bei Konsumgütern, stimmt mich nachdenklich. Für nachhaltige Marken ist das herausfordernd, da sowohl höhere Einkaufskosten als auch Zertifizierungen einen fairen, leicht höheren Preis rechtfertigen würden. Mit feelgood Condoms® haben wir uns bewusst dafür entschieden, preis-leistungsattraktive Produkte anzubieten, um Nachhaltigkeit für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Um dies zu ermöglichen, arbeiten wir mit einer geringeren Marge als viele Grosskonzerne, die aus Gründen der Gewinnmaximierung überwiegend auf Massenprodukte und Plastikverpackungen setzen. Gleichzeitig sehe ich und das macht grosse Hoffnung, besonders bei der Gen Z eine starke Sensibilität und Affinität für nachhaltige Produkte. Gerade im Bereich der Verhütung ist es noch wichtiger, auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Produkte zu setzen. Schliesslich möchten wir genau wissen, was wir an und in unseren Körper lassen. Aus diesem Grund ist unser Gleitgel beispielsweise ein zertifiziertes Medizinprodukt und nicht, wie die meisten anderen, ein Kosmetikprodukt. Es ist für die invasive Anwendung geeignet und erfüllt höchste Sicherheitsstandards, weil Sicherheit, Qualität, Schutz und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Natur bei uns immer an erster Stelle stehen. »

Wir bedanken uns herzlich für das Interview mit Martina Hammer von feelgood Condoms®