06.05.2026

Wer Schulen beliefert, trägt Verantwortung

© Bischoff AG | Christian Aegerter, Inhaber und Geschäftsführer

In der Interviewreihe „Drei Fragen an …“ sprechen wir mit Menschen und Unternehmen, die sich für verantwortungsvolle Waldwirtschaft nach den Prinzipien des Forest Stewardship Council® (FSC®) engagieren.

Diesmal im Gespräch: Bischoff AG, Gesamtanbieter für Schule und Büro in der Schweiz.

Das Unternehmen führt ein breites Sortiment an FSC®-zertifizierten Produkten. Kundinnen und Kunden können im Online-Shop gezielt danach filtern. Nachhaltigkeit wird so nicht versteckt, sondern sichtbar und wählbar. Wie passt das zu Qualität, Preis und Alltagstauglichkeit?

Sie führen zahlreiche FSC®-zertifizierte Produkte und machen sie im Online-Shop gezielt auffindbar. Warum war es Ihnen wichtig, Nachhaltigkeit nicht nur im Hintergrund zu leben, sondern für Ihre Kundinnen und Kunden sichtbar zu machen?

« Als Händler führen wir ein breites Sortiment an Produkten, darunter viele Artikel, die nach den Standards des Forest Stewardship Council (FSC®) zertifiziert sind. Uns war wichtig, diese Produkte im Online-Shop klar zu kennzeichnen und filterbar zu machen. Unsere Kundinnen und Kunden – insbesondere Schulen und öffentliche Institutionen – stehen zunehmend in der Verantwortung, nachhaltige Beschaffungsentscheide zu treffen. Indem wir FSC®-Produkte sichtbar machen, erleichtern wir ihnen diese Entscheidung. Nachhaltigkeit soll nicht gesucht werden müssen, sondern auf einen Klick wählbar sein. Wir verstehen unsere Rolle als Handelspartner darin, Transparenz zu schaffen und nachhaltige Alternativen aktiv anzubieten – ohne dass Qualität, Preis oder Alltagstauglichkeit leiden. »

In Ihrer Qualitäts- und Umweltpolitik sprechen Sie von nachhaltiger Beschaffung, Recycling und umweltfreundlicher Logistik. Wo zeigt sich dieser Anspruch konkret im Alltag, vom Einkauf bis zur Auslieferung?

« Unser Einfluss liegt vor allem in der Sortimentsgestaltung und in unseren Prozessen. Bereits im Einkauf achten wir darauf, Produkte mit anerkannten Umweltstandards – wie beispielsweise FSC®-zertifizierte Artikel – ins Sortiment aufzunehmen und gezielt zu fördern. Darüber hinaus optimieren wir laufend unsere Logistikprozesse: Wir bündeln Lieferungen, planen Touren effizient und reduzieren Verpackungsmaterial, wo immer es möglich ist. Wenn es geht, liefern wir mit Elektrofahrzeugen aus, die wir mit eigens produziertem Solarstrom von unserer PV-Anlage auf dem Dach laden. So koppeln wir emissionsfreie Mobilität mit erneuerbarer Energie – ein konkreter Beitrag für eine nachhaltige Lieferkette. Auch beim Thema Rücknahme übernehmen wir Verantwortung: Falsch bestellte Ware sowie Materialien zur Entsorgung nehmen wir zurück und führen sie, wenn möglich, dem Recycling zu. Nachhaltigkeit zeigt sich für uns nicht in einem einzelnen Label, sondern in vielen täglichen Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. »

Sie beliefern Orte wie Schulen, an denen Zukunft entsteht. Denken Sie bei der Sortimentsgestaltung bewusst an die nächste Generation, auch im Hinblick auf Ressourcen wie Holz und Papier?

« Ja, ganz bewusst. Schulen prägen Haltungen und Werte. Als Lieferpartner möchten wir dazu beitragen, dass nachhaltige Materialien selbstverständlich verfügbar sind. Deshalb führen wir bewusst FSC®-zertifizierte Papier- und Holzprodukte im Sortiment und machen diese für unsere Kundinnen und Kunden transparent erkennbar. So können Schulen aktiv entscheiden, Produkte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft einzusetzen. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen Herstellern und Bildungsinstitutionen: Wir produzieren nicht selbst, aber wir können durch unsere Sortimentsauswahl, die nachhaltige Logistik mit Elektrofahrzeugen und die Nutzung von Solarstrom dafür sorgen, dass nachhaltige Produkte und emissionsarme Lieferungen im Schulalltag zur Normalität werden – und damit ein Zeichen für die nächste Generation setzen. »

Wir bedanken uns herzlich für das Interview mit Bischoff AG.